Ermittlungsauftrag führte WIFKA-Ermittler in das „Reich der Mitte“

10. Februar, 2008 No comments

Im Auftrag eines deutschen Wirtschaftsunternehmens mit mehreren Niederlassungen in China reisten WIFKA-Ermittler in den Norden Chinas, um dort Recherchen mit Schwerpunkt auf illegalen Know-how-Abfluss durchzuführen. Dieser auch für WIFKA nicht alltägliche Auftrag konnte kürzlich abgeschlossen werden.
In der Abwicklung dieses Auftrag zeigten sich während des Aufenthalts der Ermittler in China aber auch Schwierigkeiten: Nur wenige Chinesen, und dann zumeist aus den höheren Hierarchie-Ebenen, sprechen Englisch. Und die chinesischen Schriftzeichen erschließen sich dem Ungeübten kaum.
Die Recherchen, die zumeist nur unter Einbeziehung eines Dolmetschers durchgeführt werden konnten, erbrachten die Erkenntnis, das die durchaus gut gemeinte Lebensweisheit: „Lerne von den Besten“ nicht selten abgewandelt wurde in: „Kopiere von den Besten“. Im Kontext mit den zahlreichen Warnungen deutscher Bundesämter zu den offensichtlich zunehmenden und zudem ausgefeilten Methoden, Know-how deutscher Firmen zu gewinnen, können auch WIFKA-Experten bestätigen, dass nahezu alles versucht wird, sich dieses kostenintensive Wissen zugänglich zu machen: Entweder werden firmeninterne Informationsnetze attackiert oder aber Produkte im „Re-Engineering-Verfahren“ analysiert, nachgebaut und auf zahlreichen Märkten zu Dumpingpreisen angeboten.
Maßnahmen – auch im Zusammenwirken mit chinesischen Behörden – gegen das reine Kopieren erweisen sich oftmals als eher wirkungslos: Kann eine Produktionsstätte, die dem Nachbau von hochwertigen Produkten diente, tatsächlich geschlossen werden, so entsteht in kurzer Zeit an anderer Stelle eine neue. Wirksam schützen kann man jedoch das in Firmennetzen vorhandene Wissen dann allerdings schon. Wichtig an dieser Stelle ist, dass Firewall-Systeme installiert sind und Zugriffsberechtigungen sorgsam vergeben und administriert werden.
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